Dienstag, 11. März 2014

Resteverwertung #1 - Wendemütze

Hallo!

Vielleicht habt ihr ja auch schon die dicken Wintermützen aussortiert und feststellen müssen, dass neue Frühlingsmützen her müssen.

Mein jüngstes Tochterkind hat recht kurze Haare und mit dickem Haar ist die gesamte Familie nicht ausgestattet. Daher war für sie zuerst eine fällig.

Ich habe vor längerer Zeit mal an eine Mütze, die immer weiter wurde, ein Bündchen genäht. Diese Mütze passt wirklich sehr gut, so dass ich mir dieses "Schnittmuster" als Vorlage genommen habe.

Ich wollte gleichzeitig ein wenig Resteverwertung betreiben und hab mich deshalb für ein Wendebeanie entschieden.

Diese Mütze habe ich natürlich nicht erfunden, es gibt sie wahrlich zu Tausenden, aber vielleicht braucht jemand ein wenig Unterstützung oder Inspiration, deshalb folgt nun ein kleines Tutorial, also eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Bündchenware für den entsprechenden Kopf zuschneiden, an den schmalen Enden zusammen nähen und in der Hälfte falten.


Wer noch sein Label am Bündchen unterbringen möchte, kann das z. B. an dieser Stelle tun. Dazu einfach an der gewünschten Stelle das Label an dem Bündchen innerhalb der Nahtzugabe befestigen und erst anschließend zur Hälfte falten.

 

2. Mit Hilfe eines Mützenschnittes (zum Beispiel aus der Ottobre 4/2012) 2x den Mützenteil zuschneiden (Länge ist variabel (Beanie oder Longbeanie - wie halt bevorzugt); das Töchterchen mag lieber die kurze Form).


3. Die erste Mütze (Hauptmütze - die höchstwahrscheinlich am häufigsten nach außen präsentiert wird) zusammennähen. Erst die kurzen Nähte, dann die lange Naht von vorn nach hinten. Auch hier kann gut das Label in der langen Naht untergebracht werden.







4. Die zweite Mütze fast (!) zusammennähen. Erst die kurzen Nähte und dann die lange Naht von vorne nach hinten, ALLERDINGS eine Wendeöffnung freilassen. Ich habe vorher beide Mützenseiten in diesem Bereich versäubert, damit das Umschlagen, Bügeln und Schließen der Wendeöffnung einfacher geht.


5. Dann die erste Mütze an das Bündchen nähen.



6. Danach die zweite Mütze an das andere Ende des Bündchens nähen.



7. Die Mütze über bzw. durch die Wendeöffnung wenden.



8. Die Wendeöffnung zusammennähen (ich hab es per Hand gemacht, sieht schöner und weniger auffällig aus).
 
 
9. Fertig!

 
Schnittmuster: ein bißchen von jedem...
Stoffe: Leni's Dream (der Traum meiner Töchter (mir gefällt er aber auch!)), gepunkteter Jersey vom Stoffmarkt und Bündchen von Mira.

Hier im Vergleich zum "Original" bzw. zur Inspiration!



Und hier Fotos von den glücklichen Kindern am nächsten Morgen!

 
 


Um ein Verrutschen beider Mützen zu verhindern, kann man einen zusätzlichen Schritt einbauen:

Beide Mützenteile an den Spitzen vor dem Wenden mit ein paar kleinen Stichen miteinander verbinden.




Diese Mützen sind ein Beitrag von uns für den Creadienstag, kiddikram und My kid wears!

Euch einen schönen Tag und viel Spaß bei der Resteverwertung!

JANuAry    &   * JuNE *

Kommentare:

  1. Supersüß! Steht direkt auf meiner to-do-liste! Frühlingsmützchen war eh schon vorgesehen, Wendehüte hab ich schon genäht, nur Mützen irgendwie noch nicht. Manchmal steht frau da auf der Leitung. Danke für diesen Anschubser, total knuffiges Exemplar!
    Liebe Grüße
    Kerstin

    AntwortenLöschen
  2. Volltreffer! :o) neue Mützchen für die Mäuse stehen auch noch auf meinem Plan!
    deine sind wunderhübsch geworden und erinnern mich gerade daran :o)
    viele liebe Grüße
    Gesine

    AntwortenLöschen
  3. Vielen Dank! Wir freuen uns immer, wenn die Mützen dann stolz getragen werden. Meine Maus mag die rote Seite am liebsten.
    Liebe Grüße, Jana

    AntwortenLöschen